BWI Entgeltsysteme: Relevante Erfahrungsjahre anstatt ewigem Senioritätsprinzip berücksichtigen.

BWI Entgeltsysteme: Relevante Erfahrungsjahre anstatt ewigem Senioritätsprinzip berücksichtigen.

Für ältere Arbeitslose ist es nach wie vor schwer, wieder einen Job zu finden. Keine Neuigkeit an sich. Doch eine der wesentlichen Ursachen liegt an veralteten Gehaltssystemen und Kollektivverträgen.

Thomas Wychodil (Leiter des AkademikerInnen Zentrum Wien) verweist auf den klassischen Retro-Faktor österreichischer Gehaltssysteme: „Das liege einerseits am Senioritätsprinzip, wonach ältere Personen mehr verdienen als jüngere.“ (aus: https://science.orf.at/stories/2910197/ – abgerufen am 20.10.2018)

Unsere BWI Entgeltsysteme wirken dem altersdiskriminierenden Senioritätsprinzip entgegen: Bei unseren Gehaltssystemen kann man sich Gehaltsstufen schlicht nicht „ersitzen“.

BWI Entgeltsysteme sehen Erfahrungsstufen nur so lange vor, wie auch von einem Erfahrungsgewinn in der Ausführung der Stellentätigkeit zu rechnen ist (z.B. durch höhere Effizienz o.ä.). Nach dieser Erfahrungsgewinn-Phase sind MitarbeiterInnen auf einem fixen Gehalt eingestellt. Das bedeutet: Sieht z.B. die Modellfunktion IT-SystementwicklerIn eine Erfahrungsgewinn-Phase von 10 Jahren vor, so kostet einem Unternehmen einE 30-jährigeR EntwicklerIn mit 10 Jahren Erfahrung und einE 50-jährige EntwicklerIn mit 30 Jahren Erfahrung genau gleich viel. Denn relevant für die geldwerte Erfahrungsstufe sind in diesem Beispiel maximal 10 Jahre Erfahrung. Als Erfahrungsjahre gelten bei BWI i.d.R. nur für die jeweilige Stelle relevante Erfahrungsjahre – und nicht jeder Monat ab dem 18. Geburtstag (wie in manchen Alt-Kollektivverträgen).

Und was passiert mit dem durch die gestrichenen Senioritätsstufen eingesparten Geld? Vereinfacht gesagt: Man nimmt es von den Silberrücken und gibt es den Neulingen. Die meisten auf ewige Seniorität orientierten Gehaltssysteme honorieren zwar ersessene Jahre, aber knausern bei den Einstiegsgehältern. Daher werden mit der Deckelung der Erfahrungsstufen gleichzeitig meist die Einstiegsgehälter auf ein konkurrenzfähiges Marktniveau angehoben.