Gehaltstransparenz: die egalitären MitarbeiterInnen

Gehaltstransparenz: die egalitären MitarbeiterInnen

Bei der Einführung neuer Gehaltssysteme existiert in den meisten Projekten ein Stimmungskiller: Nämlich dann, wenn sich herausstellt, dass Teile der Belegschaft schon in der Vergangenheit gut verdient haben – und die jeweilige Gruppe zukünftig weniger Entlohnung erhalten würde.

Freilich – das ist unangenehm. Aber so hart es klingt: Auf lange Sicht ist Transparenz und Fairness im Gehaltssystem wesentlich wichtiger als das kurzfristige Wohlbefinden einzelner Gruppen. Auch wenn sich die Gruppe für unersetzbar und unvergleichlich hält („ohne uns bricht der Betrieb zusammen“) und mangels Aufbesserung des bereits angemessenen Salärs den baldigen Weltuntergang prognostiziert.

Eine Studie des WIFI Wien (durchgeführt von Marketagent) von 2019 stellt dabei fest, dass ArbeitnehmerInnen Gehaltstransparenz dennoch insgesamt deutlich wichtiger ist, als ArbeitgeberInnen glauben: „Rund 53 Prozent der befragten Arbeitnehmer wollen eine faire Entlohnung und Gehältertransparenz – die Personalverantwortlichen glauben hingegen, dass das nur 38 Prozent der Bewerber wichtig ist.“ fasst der Standard zusammen (eine WIFI Präsentation zur Studie findet sich hier)

Ein wenig konkreter wurde 2018 eine Umfrage von Xing in Deutschland: „77 Prozent der Befragten wünschen sich einen transparenten Umgang mit Gehaltsstrukturen in ihrem Unternehmen“ hieß es dort (siehe z.B. bei capital.de ).

Diesen Wunsch erfüllen wir doch gerne.

Denn BWI Gehaltssysteme besitzen einen Einreihungsplan, in dem alle Stellen in eine für alle MitarbeiterInnen gleiche Gehaltstabelle (nach einer Funktionsbewertung) eingeordnet werden. Zulagen und ein sonstiges Dickicht an Gehaltskomponenten gibt es in BWI Systemen nicht.

Das heißt: Sag mir, was Dein Job ist, und der Einreihungsplan sagt mir, was Du verdienst. Freut nicht alle MitarbeiterInnen, aber ist für ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen die fairste Lösung.

Eines können allerdings auch wir nicht lösen: Dass jeder Mensch jene Gruppe für unersetzbar hält, der er/sie selbst im Unternehmen angehört. Das scheint eine menschliche Eigenart im Allgemeinen zu sein.